{"id":256,"date":"2006-06-09T06:11:18","date_gmt":"2006-06-09T10:11:18","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.law.harvard.edu\/munichletters\/letter-from-munich-089\/"},"modified":"2006-06-09T06:11:18","modified_gmt":"2006-06-09T10:11:18","slug":"letter-from-munich-089","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/archive.blogs.harvard.edu\/munichletters\/letter-from-munich-089\/","title":{"rendered":"Letter from Munich &#8211; 089"},"content":{"rendered":"<p><strong>Letter from Munich &#8211; the Joseph Affair \u2013 89<\/strong><\/p>\n<p>EINE DEUTSCHE FASSUNG STEHT WEITER UNTEN.<\/p>\n<p>http:\/\/www.joseph_affair.blogspot.com (It may take a few minutes to load this page, depending on internet connection speed.)<\/p>\n<p>20 September 2002 <\/p>\n<p>Dear Mr. Graf, dear friends,<\/p>\n<p>\u201cYou have to ask yourself,\u201d Helmut had said to us last week, \u201cwhether this doubt that Herr Reichel had was quite reasonable or whether it was simply a means by which the authorities could restrict the investigation into Joseph\u2019s murder and blame the whole thing on the Kantelberg-Abdullas. You also wonder why the police have never given the transcript of Frau Kantelberg-Abdulla\u2019s own interrogation to her.\u201d<\/p>\n<p>Then Helmut continued reading the last answer of Herr Reichel, where he had interrupted it:<\/p>\n<p>ANSWER (continued): Since Daniel was still too young, the Kantelberg-Abdulla family asked my partner to sign the sworn statements as parent and legal guardian. But even she never read the sworn statements, but instead they were read to her by the Kantelberg-Abdullas. So in my opinion, both Daniel and my partner, frequently did not grasp the content of these sworn statements. There were a lot of technical terms thrown in that I still don\u2019t understand, even today.<\/p>\n<p>QUESTION: Do you know the introductory formula to a sworn statement? (Sworn Statement: I understand the legal meaning of a sworn statement, especially the consequences under criminal law of making a false sworn statement; I also understand that the following sworn statement of mine is meant to be presented before a court of law.)<\/p>\n<p>ANSWER: I\u2019ve just heard this formula for first time now. This sentence was certainly never mentioned during the visits of the Kantelberg-Abdullas. They assured my partner and Daniel Steiner repeatedly that the sworn statement would never become public. With their signature on the sworn statement, both would be protected. Nothing would happen to anyone, neither with regard to the police nor anyone else.<\/p>\n<p>\u201cThe Kantelberg-Abdullas,\u201d Helmut remarked, \u201cwould dispute that these statements by Herr Reichel correspond to the truth.\u201d Then he continued reading the transcript to us.<\/p>\n<p>QUESTION: After the sworn statements were signed, was there any payment of money by the Kantelberg-Abdullas to Daniel or Annerose Steiner, either in the form of reimbursement for expenses or something similar?<\/p>\n<p>ANSWER: When I was present there was never any payment of money to Annerose or Daniel by the Kantelberg-Abdullas. Whether they gave something to Daniel later, I can\u2019t say, I don\u2019t know.<\/p>\n<p>\u201cWhat disturbs me in the affair,\u201d said Helmut, \u201cis the way the police want to investigate everything that the Kantelberg-Abdullas did, instead of thoroughly investigating what really happened on the day of Joseph\u2019s death. If everything had happened the way the authorities think it did, then the Kantelberg-Abdullas would never have given me this transcript. They would have tried to hide these facts.\u201d<\/p>\n<p>\u201cBut Germany is a country founded on the rule of law, isn\u2019t it?\u201d<\/p>\n<p>He looked at me. \u201cIs it?\u201d he said, with a bitter smile. \u201cIf all the allegations that Herr Reichel raised on behalf of Annerose and Daniel Steiner against the Kantelberg-Abdullas are true, then why couldn\u2019t Frau Steiner and Daniel raise these allegations themselves. Why did they need Herr Reichel to do it?\u201d<\/p>\n<p>That was a question I couldn\u2019t answer.<\/p>\n<p>Sincerely yours,<\/p>\n<p>Robert John Bennett<\/p>\n<p>Mauerkircherstrasse 68<\/p>\n<p>81925 Germany<\/p>\n<p>Telephone: +49.89.981.0208<\/p>\n<p>E-Mail: rjbennett@post.harvard.edu<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>Since many recipients of this letter may read German more easily than they read English, the following is the author\u2019s own translation of the above letter. Please note that word-processing programs outside of German-speaking countries may not display all of the letters of the German alphabet correctly.<\/p>\n<p>Bitte vergessen Sie nicht, dass der Autor dieses Briefes Autodidakt ist, was die deutsche Sprache betrifft, und er wei\u00df, dass, wenn es um eine \u00dcbersetzung aus der deutschen Sprache ins Englische geht, viele Fehler hervortreten m\u00fcssen. Er hofft aber, man werde diese Fehler \u00fcbersehen, um hinter den Fehlern das sehen zu k\u00f6nnen, was in diesem Schreiben und in dieser Aff\u00e4re von zentraler Bedeutung ist.<\/p>\n<p>Alle Briefe aus M\u00fcnchen sind abrufbar:<\/p>\n<p>http:\/\/www.joseph_affair.blogspot.com (Es k\u00f6nnte eine Weile dauern, diese Seite zu laden; es kommt auf die Schnelligkeit der Internet-Verbindung an.)<\/p>\n<p>M\u00fcnchen, den 20. September 2002<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Graf, sehr geehrte Freunde,<\/p>\n<p>\u201eMan muss sich einfach fragen,\u201c hatte Helmut uns letzte Woche gesagt, \u201eob dieser Zweifel, den Herr Reichel hatte, wirklich vern\u00fcnftig war, oder ob der Zweifel einfach noch ein Mittel war, das die Beh\u00f6rden benutzen konnten, die Untersuchung von des Mordes von Joseph zu bremsen und den Kantelberg-Abdullas die Schuld an der ganzen Aff\u00e4re zu geben. Man fragt sich auch, warum die Polizei Frau Kantelberg-Abdulla das Protokoll von ihrer eigenen Vernehmung nie gegeben hat.\u201c<\/p>\n<p>Dann fuhr Helmut fort, die letzte Antwort von Herrn Reichel vorzulesen, wo er sie unterbrochen hatte:<\/p>\n<p>ANTWORT (fortgesetzt): Da der Daniel noch zu jung war, wurde meine Lebensgef\u00e4hrtin von der Familie Kantelberg-Abdulla gebeten, diese eidesstattlichen Versicherungen als Erziehungsberechtigte mit zu unterschreiben. Aber auch sie hat die eidesstattlichen Versicherungen nie gelesen, sondern sie sind ihr von der Familie vorgelesen worden. Meine Meinung ist auch, dass beide also der Daniel und meine Lebensgef\u00e4hrtin, den Inhalt dieser eidesstattlichen Versicherungen oftmals gar nicht begriffen haben. Es wurde da mit Fachausdr\u00fccken um sich geworfen, die ich heute noch nicht verstehe.<\/p>\n<p>FRAGE: Ist Ihnen die Formel der eidesstattlichen Versicherung bekannt? (Eidesstattliche Versicherung: Mir . . . . sind die rechtliche bedeutung einer eidesstattlichen Versicherung, insbesondere die strafrechtlichen Folgen einer falschen eidesstattlichen Versicherung sowie die Tatsache bekannt, dass meine nachfolgende eidesstattliche Versicherung zur Vorlage beim Gericht bestimmt ist.)<\/p>\n<p>ANTWORT: Diese Formel habe ich jetzt das erste Mal geh\u00f6rt. Bei den Besuchen der Familie Kantelberg-Abdulla ist dieser Satz mit Sicherheit nicht gefallen. Durch die Kantelbergs wurden meiner Lebensgef\u00e4hrtin und dem Daniel Steiner immer wieder versichert, dass die eidesstattliche Versicherung nie an die \u00d6ffentlichkeit kommt. Mit der Unterschrift unter der eidesstattlichen Versicherung w\u00e4ren beide abgesichert. Es w\u00fcrde niemanden etwas passieren, weder durch die Polizei noch durch sonst irgendwelche Personen.<\/p>\n<p>\u201eDie Kantelberg-Abdullas,\u201c bemerkte Helmut, \u201ew\u00fcrden bestreiten, dass diese Aussagen von Herrn Reichel der Wahrheit entsprechen.\u201c Dann fuhr er fort, das Protokoll vorzulesen.<\/p>\n<p>FRAGE: Nachdem die eidesstattliche Versicherung unterschreiben wurde, ist da durch die Familie Kantelberg-Abdulla eine Geldzahlung in Form einer Aufwandentsch\u00e4digung oder \u00e4hnlichem an den Daniel oder die Annerose Steiner gezahlt worden?<\/p>\n<p>ANTWORT: In meinem Beisein ist auf keinen Fall Geld an die Annerose oder an den Daniel durch die Familie Kantelberg-Abdulla gezahlt worden. Ob dem Daniel sp\u00e4ter irgendetwas zugesteckt worden ist, kann ich nicht sagen, das wei\u00df ich nicht.<\/p>\n<p>\u201eDas, was mich in dieser Aff\u00e4re so sehr st\u00f6rt,\u201c sagte Helmut, \u201eist die Art und Weise, wie die Polizisten alles untersuchen wollen, was die Kantelberg-Abdullas getan haben, statt das gr\u00fcndlich zu untersuchen, was am Tag von Josephs Todes wirklich passierte. Wenn alles abgelaufen w\u00e4re, wie die Beh\u00f6rden denken, h\u00e4tten die Kantelberg-Abdullas mir nicht diese Protokolle gegeben. Sie h\u00e4tten versucht, diese Tatsachen zu verbergen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAber Deutschland ist ein Rechtsstaat,\u201c erwiderte ich, \u201eoder?\u201c<\/p>\n<p>Er schaute mich an. \u201eOder?\u201c sagte er, mit einem verbitterten L\u00e4cheln. \u201eWenn all die Beschuldigungen, die Herr Reichel im Namen von Annerose und Daniel Steiner gegen die Kantelberg-Abdullas erhoben hat, wahr sind, warum h\u00e4tten Frau Steiner und Daniel selbst diese Beschuldigungen erheben k\u00f6nnen? Warum brauchten sie es, dass Herr Reichel das tut?\u201c<\/p>\n<p>Das war eine Frage, die ich nicht beantworten konnte.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Robert John Bennett<\/p>\n<p>Mauerkircherstrasse 68<\/p>\n<p>81925 Germany<\/p>\n<p>Telephone: +49.89.981.0208<\/p>\n<p>E-Mail: rjbennett@post.harvard.edu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letter from Munich &#8211; the Joseph Affair \u2013 89 EINE DEUTSCHE FASSUNG STEHT WEITER UNTEN. http:\/\/www.joseph_affair.blogspot.com (It may take a few minutes to load this page, depending on internet connection speed.) 20 September 2002 Dear Mr. Graf, dear friends, \u201cYou have to ask yourself,\u201d Helmut had said to us last week, \u201cwhether this doubt that [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":167,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-256","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archive.blogs.harvard.edu\/munichletters\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/256","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archive.blogs.harvard.edu\/munichletters\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/archive.blogs.harvard.edu\/munichletters\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archive.blogs.harvard.edu\/munichletters\/wp-json\/wp\/v2\/users\/167"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archive.blogs.harvard.edu\/munichletters\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=256"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archive.blogs.harvard.edu\/munichletters\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/256\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archive.blogs.harvard.edu\/munichletters\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=256"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}