{"id":219,"date":"2006-06-06T08:35:01","date_gmt":"2006-06-06T12:35:01","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.law.harvard.edu\/munichletters\/letter-from-munich-054\/"},"modified":"2006-06-06T08:35:01","modified_gmt":"2006-06-06T12:35:01","slug":"letter-from-munich-054","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/archive.blogs.harvard.edu\/munichletters\/letter-from-munich-054\/","title":{"rendered":"Letter from Munich &#8211; 054"},"content":{"rendered":"<p><strong>Letter from Munich &#8211; the Joseph Affair &#8211; 54<\/strong><\/p>\n<p>EINE DEUTSCHE FASSUNG STEHT WEITER UNTEN.<\/p>\n<p>18 January 2002 <\/p>\n<p>Dear Mr. Graf, dear friends,<\/p>\n<p>Continuation of the letter from last week:<\/p>\n<p>Francesca went on reading Rene May\u2019s sworn statement: \u201c\u2019In answer to Frau Kantelberg\u2019s question about the size of the small, brown bottle, I would say it was about as large as a bottle used for nose drops, but without a label and with a screw-on top. Ute Schneider poured the liquid from this small brown bottle into the cup and poured the mixture into Joseph\u2019s mouth while Maik Hauke held Joseph tight and Sandro Richter forced his mouth open.<\/p>\n<p>\u201c\u2019In reply to Frau Kantelberg\u2019s question about whether I had seen if a stun gun was used on Joseph, I can say, yes, I saw Maik Hauke with a stun gun that day, when Maik Hauke and Sandro Richter were holding Joseph by force at Thalheim\u2019s snack stand. Maik Hauke was wearing a leather jacket and a swimsuit and ordinary leather shoes, and Sandro Richter was wearing only a swimsuit.<\/p>\n<p>\u201c\u2019In answer to Frau Kantelberg\u2019s question about what Maik Hauke did with the stun gun: Maik Hauke took it out of the lower right, outside pocket of his jacket. He gave Joseph several electric shocks with the gun, one on the lower right side of his stomach, one on the lower part of his right arm, one on the neck, one on the ear, where Maik Hauke had hit him before, and one on his privates, through his swimsuit.<\/p>\n<p>\u201c\u2019In answer to Frau Kantelberg about whether Joseph cried out when Maik Hauke used the stun gun on him, I can say Joseph couldn\u2019t cry out because Ute Schneider was holding his mouth closed.<\/p>\n<p>\u201c\u2019In answer to Frau Kantelberg\u2019s question about how Joseph behaved after the stun gun had been used on him: Joseph collapsed; his eyes were closed. He was hanging limp from the hands of Maik Hauke and Sandro Richter; both of them let him fall to the ground then.<\/p>\n<p>\u201c\u2019Frau Kantelberg asks when the stun gun was used on Joseph, before or after they gave him the liquid to drink, and I can say that I\u2019m sure the liquid was first and then Maik Hauke worked Joseph over with the stun gun.<\/p>\n<p>\u201c\u2019In answer to Frau Kantelberg\u2019s question about how Joseph was standing, whether his face was toward Thalheim\u2019s snack stand or turned in the opposite direction or only half-turned toward the stand, I can say that he was standing half-turned toward Thalheim\u2019s snack stand and with his face toward the wall of the snack stand, I mean opposite the ice cream parlor. I\u2019m sure that the group that was around Maik Hauke and Sandro Richter the whole time saw everything and laughed and had a good time while Joseph was treated that way. Then Joseph stood up slowly and, as I already said, moved slowly toward the shallow pool with the faucets. He kept falling down all the time.<\/p>\n<p>\u201c\u2019In answer to Frau Kantelberg\u2019s question about where I was when I saw all this, I saw everything from where I was lying, near the hedge, diagonally across from the control room, toward the shallow water. From there I could watch everything\u2019\u201d.<\/p>\n<p>As always, I have to say that an old man like me just doesn\u2019t know what to make of all this. It seems that a child was murdered, and the murderers are free. And not only that, but they were never brought to trial. How can something like that happen in Germany? I just don\u2019t understand it.<\/p>\n<p>Continued next week.<\/p>\n<p>Sincerely yours,<\/p>\n<p>Robert John Bennett<\/p>\n<p>Mauerkircherstrasse 68<\/p>\n<p>81925 Germany<\/p>\n<p>Telephone: +49.89.981.0208<\/p>\n<p>E-Mail: rjbennett@post.harvard.edu<\/p>\n<p>E-Mail Saad and Renate Kantelberg-Abdulla: majoskantelberg@t-online.de<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>Since many recipients of this letter may read German more easily than they read English, the following is the author\u2019s own translation of the above letter. Please note that word-processing programs outside of German-speaking countries may not display all of the letters of the German alphabet correctly.<\/p>\n<p>Bitte vergessen Sie nicht, dass der Autor dieses Briefes Autodidakt ist, was die deutsche Sprache betrifft, und er wei\u00df, dass, wenn es um eine \u00dcbersetzung aus der deutschen Sprache ins Englische geht, viele Fehler hervortreten m\u00fcssen. Er hofft aber, man werde diese Fehler \u00fcbersehen, um hinter den Fehlern das sehen zu k\u00f6nnen, was in diesem Schreiben und in dieser Aff\u00e4re von zentraler Bedeutung ist.<\/p>\n<p>M\u00fcnchen, den 18. Januar 2002<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Graf, sehr geehrte Freunde,<\/p>\n<p>Fortsetzung von der letzten Woche: <\/p>\n<p>Francesca las vor: \u201e,Auf die Frage von Frau Kantelberg, wei gro\u00df diese kleine, braune Flasche war, antworte ich: \u201eUngef\u00e4hr so gro\u00df wie eine Flasche Nasentropfen, aber ohne Etikett und mit einem Schraubverschluss. Diese Fl\u00fcssigkeit aus der kleinen braunen Flasche sch\u00fcttete Ute Schneider ganz in den Becher hinein und goss Joseph den Mix aus dem Becher in den Mund, w\u00e4hrend Maik Hauke Joseph mit Gewalt festhielt und Sandro Richter Joseph den Mund mit Gewalt aufhielt.<\/p>\n<p>Auf die Frage von Frau Kantelberg, ob ich gesehen habe, ob Joseph mit einem Elektroschocker behandelt wurde, antworte ich: Ja, ich habe so einen Elektroschocker an diesem Tag bei Maik Hauke gesehen, als Maik Hauke und Sandro Richter Joseph bei Thalheims festhalten. Maik Hauke trug eine B-Jacke mit Badehose und er trug Halbschuhe, aber harte Halbschuhe, und Sandro Richter trug nur eine Badehose\u201c.<\/p>\n<p>Auf die Frage von Frau Kantelberg, was Maik Hauke mit diesem Elektroschocker gemacht h\u00e4tte, antworte ich: \u201eMaik Hauke holte den Elektroschocker aus der Jackentasche, au\u00dfen rechts unten heraus. Maik Hauke hat Joseph mit diesem Elektroschocker mehrere Stromschl\u00e4ge gegeben und zwar einen im unteren Bauch rechts, einen am rechten Unterarm, einen in den Nacken, einen auf das Ohr, wo Maik Hauke ihn vorher schon hingeschlagen hatte, und einen unten auf das Geschlechtsteil auf die Badehose\u201c.<\/p>\n<p>Auf die Frage von Frau Kantelberg, ob Joseph geschrieen h\u00e4tte, als Maik Hauke Joseph mit dem Elektroschocker behandelt hat, antworte ich: \u201eJoseph konnte nicht schreien, da Ute Schneider den Mund zugehalten hat\u201c. <\/p>\n<p>Auf die Frage von Frau Kantelberg, wie sich Joseph verhalten h\u00e4tte, nachdem er die Elektroschl\u00e4ge erhalten h\u00e4tte, antworte ich: \u201eJoseph ist dann zusammengebrochen, er hatte die Augen zu. Er hing schlaff in den H\u00e4nden von Maik Hauke und Sandro Richter, beide lie\u00dfen ihn dann auf den Boden fallen\u201c.<\/p>\n<p>Auf die Frage von Frau Kantelberg, wann sie Joseph mit dem Elektroschocker behandelt h\u00e4tten, vor oder nach der Verabreichung der Fl\u00fcssigkeit, antworte ich: \u201eIch bin mir ganz sicher: erst die Fl\u00fcssigkeit, dann hat Maik Hauke Joseph mit dem Elektroschocker bearbeitet\u201c.<\/p>\n<p>Auf die Frage von Frau Kantelberg, wie Joseph stand, mit dem Gesicht zu Thalheims oder mit dem Gesicht in umgekehrter Richtung oder ob er schr\u00e4g zu Thalheims stand, antworte ich: \u201eJoseph stand schr\u00e4g zu Thalheims und zwar mit dem Gesicht in Richtung zur Wand von Thalheims, also entgegensetzt zur Eisdiele. Ich bin mir ganz sicher, dass die Gruppe um Maik Hauke und Sandro Richter die ganze Zeit dabei gesehen haben und gelacht haben und sich am\u00fcsiert haben, als Joseph so behandelt wurde. Joseph ist dann langsam aufgestanden und hat sich, wie ich schon erz\u00e4hlt habe, langsam zum flachen Becken mit den Wasserh\u00e4hnen geschleppt. Er ist zwischendurch immer wieder hingefallen\u201c.<\/p>\n<p>Auf die Frage von Frau Kantelberg, von wo aus ich alles gesehen h\u00e4tte, antworte ich: \u201eIch habe alles von meinem Lagerplatz an der Hecke, schr\u00e4g gegen\u00fcber dem Kontrollraum zum flachen Wasser aus gesehen. Von dort aus konnte ich alles gut beobachten\u201c\u2019\u201c.<\/p>\n<p>Wie \u00fcblich muss ich sagen, dass ein alter Mann, wie ich es bin, einfach nicht viel mit alles dieses anfangen kann. Es scheint, Leute einen Mord an einem Kind begangen haben, aber die M\u00f6rder sind frei. Dar\u00fcber hinaus wurde es ihnen gar kein Prozess gemacht. Wie kann so etwas in Deutschland heutzutage passieren? Das verstehe ich einfach nicht. <\/p>\n<p>Fortsetzung n\u00e4chste Woche. <\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Robert John Bennett<\/p>\n<p>Mauerkircherstrasse 68<\/p>\n<p>81925 Germany<\/p>\n<p>Telephone: +49.89.981.0208<\/p>\n<p>E-Mail: rjbennett@post.harvard.edu<\/p>\n<p>E-Mail an Herrn und Frau Dr. Kantelberg-Abdulla: majoskantelberg@t-online.de<\/p>\n<p>========================================================<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letter from Munich &#8211; the Joseph Affair &#8211; 54 EINE DEUTSCHE FASSUNG STEHT WEITER UNTEN. 18 January 2002 Dear Mr. Graf, dear friends, Continuation of the letter from last week: Francesca went on reading Rene May\u2019s sworn statement: \u201c\u2019In answer to Frau Kantelberg\u2019s question about the size of the small, brown bottle, I would say [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":167,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-219","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archive.blogs.harvard.edu\/munichletters\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/219","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archive.blogs.harvard.edu\/munichletters\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/archive.blogs.harvard.edu\/munichletters\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archive.blogs.harvard.edu\/munichletters\/wp-json\/wp\/v2\/users\/167"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archive.blogs.harvard.edu\/munichletters\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=219"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archive.blogs.harvard.edu\/munichletters\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/219\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archive.blogs.harvard.edu\/munichletters\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=219"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}